Was kann die Musica nicht alles: aufheitern, erlösen, beruhigen, beflügeln, aufhellen, ordnen, tanzen, schwingen, ermuntern, trösten, unterhalten, erziehen, öffnen. Kleinere Musikstücke in sehr subjektiver Auswahl sollen einmal pro Monat Appetit machen auf etwas Wunderbares aus der großen Welt der Töne. Vielleicht ebnet das Anhören sogar den Weg zum Komponisten und dessen Œuvre?
In England und auch in den USA war und ist Arthur Seymour Sullivan (1842-1900) als Megastar unter den Musikern des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Der Zeitgenosse von Alexander Mackenzie, Hubert Parry, Charles Villiers Stanford und Frederic Cowen war ein Multitalent: Komponist von (komischen) Opern, zahlreichen Liedern und einigen Oratorien. Nebenbei ein brillanter Pianist und offenbar ein durchaus humorvoller und nahbarer Musiker, der natürlich auch dirigierte und musikpädagogisch wirkte.
Gerade zu Beginn seiner Laufbahn komponierte er bevorzugt Lieder und Chorsätze, denn damit ließ sich Geld verdienen. Eines von diesen Liedern habe ich besonders in Herz geschlossen: The Long Day Closes, das 1868 enstand. Der Text ist von Henry William Tuckerman: ein lyrisches und melancholisches Gedicht, das die friedliche Stimmung der Abenddämmerung in beeindruckenden Bildern einfängt.
Die für mich schönste Aufnahme dieses Stückes stammt von The Sixteen unter Harry Christophers.
https://www.youtube.com/watch?v=7TG3S9LYQTA&list=RD7TG3S9LYQTA&start_radio=1

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